Fachverband
Skandinavistik


Aktuelle Publikationen

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle skandinavistische Publikationen der letzten Monate. Wenn Sie an der Aufnahme Ihrer Publikation in unser Verzeichnis interessiert sind, kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail.

Bitte beachten Sie auch unser Archiv älterer Publikationen sowie die Übersicht abgeschlossener Dissertations- und Habilitationsprojekte, in denen weitere Publikationen verzeichnet sind.

 

Grenzüberschreitende Geschichten. H. C. Andersens Texte aus globaler Perspektive

Frederike Felcht

Tübingen/Basel: A. Francke, 2013 (Beiträge zur nordischen Philologie)

Seiten: 312

EUR: 49,00

ISBN: 978-3-7720-8487-4


Ein Porzellanchinese, eine Zigarre, das Transatlantikkabel - solchen Dingen widmen H. C. Andersens Texte ihre Aufmerksamkeit. Den Dingen ist gemeinsam, dass sie Teil eines Netzwerks sind, in dem uns das Nächste mit dem Fernsten verbindet. Zugleich sind diese Texte selbst Teil der globalen Warenzirkulation, die sie beschreiben. Deshalb erzählt "Grenzüberschreitende Geschichten" in den Spuren der Texte eine Geschichte der Globalisierung. Mit der weltweiten Warenzirkulation verändern sich auch die Verhaltensweisen und Selbstbilder der Konsumenten: Die Macht der Dinge wächst. Globalisierungs- und dingtheoretische Ansätze werden zur Analyse dieser Prozesse mit Überlegungen der Kritischen Theorie verbunden. So wird eine bislang weitgehend unbemerkt gebliebene, aktuelle Dimension von Andersens Märchen und Geschichten, Autobiographien und Reisebüchern sichtbar..

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Didaktische Subversion - Sven Wernströms Werkentwicklung

Dirk Röpcke

Bremen: Anares, 2013.

EUR: 39,90

Seiten: 378

ISBN: 978-3-935716-76-5

Erstmals wird der Werkentwicklung Sven Wernströms nachgegangen, eines 1925 geborenen schwedischen Arbeiterschriftstellers, der vor allem durch seine Kinder- und Jugendbücher bekannt wurde.
Für den deutschsprachigen Raum ist vor allem der 8-bändige Knechte-Zyklus zu nennen, der jugendlichen wie erwachsenen LeserInnen nahezulegen ist. Darin ist die Perspektive nicht auf die Geschichte der Herrschenden mit ihren Kriegen und Eroberungen, sondern auf die Alltags- und Sozialgeschichte der einfachen Menschen, der Armen und Entrechteten gerichtet.
Die Entwicklung Wernströms als politisch engagierter Schriftsteller wird nun erstmals von seinem Debüt im Jahre 1945 bis in die Gegenwart im Kontext gesellschaftlicher und literarischer Entwicklungen nachvollzogen, analysiert und beurteilt. Der Schwerpunkt liegt auf den 1960er und 1970er Jahren, da Wernström in diesen Jahrzehnten die Charakteristika seiner bildungs- und gesellschaftskritischen Literatur entwickelt hat.

Zum Autor:
Dirk Röpcke, Dr. phil., geb. 1963, Studium Sozialwissenschaften, Literatur und Geschichte in Lüneburg und Hamburg, ab 1987 freie Forschungsarbeit und div. Lehrtätigkeiten, dann Studienrat in Hamburg, dort 1991 Nachfolge Prof. Künnemann an der FSPI (Literatur und Medien), Lehrauftrag an der Universität Hamburg, seit 1999 freischaffend. Röpcke publizierte bisher u.a. zu Leben und Werk des Philosophen Günther Anders.

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Snorri Sturlusons Mythologie und die mittelalterliche Theologie

Nahl_Snorri Sturlusons Mythologie

Jan Alexander van Nahl

Berlin/Boston: de Gruyter, 2013 (= Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 81)

Seiten: 239

EUR: 99,95

ISBN: 978-3-11-030691-0

 

Die heutige Erforschung der nordgermanischen Mythologie und Religion ist wesentlich abhängig von dem literarischen Erbe des isländischen Gelehrten und Politikers Snorri Sturluson (1178/79 - 1241). In rund zweihundert Jahren hat sich diese Forschung in vielfältiger Form entfaltet, in den letzten Jahrzehnten zunehmend aber auch kanonische Ansprüche erhoben. Zugleich jedoch werden in dieser Forschungsdebatte teils diametrale Positionen vertreten.

Die vorliegende Dissertation verfolgt das Ziel einer konstruktiven Neuorientierung in der Diskussion. Dies erfordert zum einen die kritische Auseinandersetzung mit einer komplexen Fach- und Forschungsgeschichte. Zum anderen wird für einen gleichermaßen text- wie kontextbewussten methodischen Zugang in der skandinavistischen Mediävistik plädiert: Angesichts eines aktuell herrschenden Methodenpluralismus wird eine individuell problemorientierte Herangehensweise in der Untersuchung mittelalterlicher Literaturen künftig in stärkerem Maße gefordert sein.

Diesem methodischen Anspruch folgend, bietet die Arbeit eine kritische Diskussion hochmittelalterlicher Diskurse sowie im Hauptteil eine detaillierte Auseinandersetzung mit den überlieferten Fassungen von Snorris Werk auf Grundlage einer lexematischen Analyse. Die Studie versteht sich dabei als Diskussionsangebot und Impulsgeber in einem interdisziplinären Forschungsbereich.

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Tourismus als literarische und kulturelle Praxis. Skandinavistische Fallstudien

Annegret Heitmann, Stephan Michael Schröder (Hg.)

München: Herbert Utz Verlag, 2013 (= Münchner Nordistische Studien 16)

Seiten: 312

EUR: 49,00

ISBN: 978-3-8316-4231-1

 

Die Beiträge dieses Bandes analysieren an skandinavischen Fallbeispielen aus dem 19. und 20. Jahrhundert Tourismus als eine der zentralen kulturellen Praktiken in der Moderne. Im Zentrum des Interesses steht dabei nicht nur, wie Tourismus in Texten, Filmen oder frühen Comics reflektiert wird, sondern ebenso, wie Literatur, Film, andere Medien wie die Postkarte oder sogar Städteplanung sich zur touristischen Praxis verhalten. Tourismus ist besonders geeignet, die Widersprüchlichkeit der Moderne sichtbar zu machen; die kulturwissenschaftliche Perspektive dieses Bandes beleuchtet vor allem seine Interdiskursivität, seine Konzeptualisierung von Zeit und Raum sowie seine performative Praxis.

Der Band dokumentiert das vierte Symposium des deutsch-dänischen kulturwissenschaftlichen Netzwerkes 2012 in München und entstand in Zusammenarbeit mit dem Teilprojekt "Landnahme" der Forschergruppe "Anfänge (in) der Moderne" der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Inhaltsverzeichnis: hier.


´Valknútr´. Das Dreiecksymbol der Wikingerzeit

Tom Hellers

Wien: Fassbaender, 2012 (= Studia Medievalia Septentrionalia 19).

Seiten: 276

EUR: 36,30

ISBN: 978-3-902575-44-9

 

Er ist auf gotländischen Bildsteinen und Runensteinen abgebildet, findet sich auf Münzen wie auf Schmuckstücken und wurde in Grabbeigaben des berühmten Oseberggrabes eingeritzt: der sogenannte ,valknútr’ („Knoten der Gefallenen”). Das hier vorliegende Buch geht dem rätselhaften Dreiecksymbol der nordischen Wikingerzeit erstmals auf den Grund, bietet eine vollständige Zusammenstellung an Funden mit dem Symbol und setzt sich kritisch mit den bisher geäußerten Deutungsversuchen auseinander. Es wird untersucht, ob das Symbol, welches in fünf verschiedenen Varianten vorkommt, tatsächlich für den Tod, das Jenseits oder Odin steht, oder ob es mit einem Pferdekult oder mit der soziale Elite zu assoziieren ist oder ob es schlicht der Schadensabwehr dient.

Weitere Informationen (inkl. Inhaltsverzeichnis und Leseprobe): hier.


Der skandinavische Horrorfilm. Kultur- und ästhetikgeschichtliche Perspektiven

Niels Penke (Hg.)

Bielefeld: transcript, 2012.

Seiten: 320

EUR: 23,80

ISBN: 978-3-8376-2001-6

 

Der Band unternimmt erstmals den Versuch, die Geschichte des skandinavischen Horrorfilms schlaglichtartig zu beleuchten. Die Beiträge untersuchen epochemachende Filme und Regisseure in ihren soziokulturellen und ästhetischen Zusammenhängen. Durch eine komparatistische Perspektive lassen sich die Emotionalisierungsstrategien und landesspezifischen Traditionen des skandinavischen Horrors im internationalen Kontext nachvollziehen. Die Beiträge reichen thematisch von Victor Sjöström über Carl Theodor Dreyer und Ingmar Bergman bis zu den jüngsten Erfolgen »Dead Snow« und »So finster die Nacht« (»Låt den rätte komma in«).

Inhaltsverzeichnis

1. Niels Penke: Einleitung

2. Anna Marie Mamar: Die Figur des Todes in Victor Sjöströms KÖRKARLEN

3. Marcus Stiglegger: Der ewige Schlaf. Über VAMPYR von Carl Theodor Dreyer

4. Matthias Teichert : Von Caligari zu Bergman. Transkodierungen von gothic fiction und die Kinematographie des Phantastischen in VARGTIMMEN (DIE STUNDE DES WOLFS)

5. Sophie Wennerscheid / Andreas Jacke: Der ›wahre Horror‹ und sein phantas(ma)tisches Anderes in Lars von Triers RIGET

6. Hauke Seven: A self fulfilling parody - Die Genreparodie EVIL ED und das Wunder der Zensur

7. Judith Wassiltschenko: Fremde Nachbarn? Interskandinavische Rollenbesetzungen in VILLMARK und NABOER

8. Daniel Kehlmann: Die Natur ist Satans Kirche. Lars von Triers ANTICHRIST

9. Judith Wassiltschenko: Import/Export. Globaler Kulturaustausch im Horrorgenre am Beispiel von Fritt vilt und Reykjavík Whale Watching Massacre

10. Benjamin Ryan Schwartz: (De-)Konstruktion von Rollenbildern. Sex, Gender und Sexualität schwedischer Nachtwandler in Film- und TV-Produktionen

11. Sabine Planka: Die Sauna und die Dekonstruktion des Mannes. Das Verhältnis von Räumlichkeit und Männlichkeitskonzepten in SAUNA

12. Niels Penke: „Aufstehen!“ – „Einsatz!“. DØD SNØ, Nazizombies und die Wiederkehr des Vergangenen

13. Petra Schrackmann: Zwischen Nachahmung und Neuinterpretation. Horror- und Mysteryfilme aus Skandinavien und ihre US-Remakes

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Zwischen Wohlfahrtsstaat und Zivilgesellschaft. Stiftungen in Norwegen

Ulrich Brömmling

Baden-Baden: Nomos, 2012 (Schriftenreihe zum Stiftungswesen, Bd. 44).

Seiten: 420

ISBN: 978-3-8329-7800-6

 

Das Stiftungsgesetz eines Landes regelt Errichtung und Management von Stiftungen, sagt jedoch wenig über die realen Bedingungen, unter denen Stiftungen agieren. Anhand des Beispiels Norwegen zeigt der Autor, welchen Hürden sich Stiftungen in einem Land gegenüberstehen können. Zum ersten Mal überhaupt liegt eine ausführliche Geschichte eines Stiftungswesens vor, dessen Ursprünge ins 11. Jahrhundert zurückreichen. Der Autor zeigt, welche Skandale nur kurz nach Inkrafttreten des ersten Stiftungsgesetzes im Jahr 1985 eine Revision notwendig erscheinen ließen, die zu einem Gesetz führte, das die Einflussmöglichkeiten des Stifters stärker einschränkt als anderenorts. Mit einer qualitativen Analyse der Befragung von 25 Stiftungen in allen Teilen Norwegens zeigt die Arbeit gleichzeitig die Schwierigkeiten beim Übergang von einer dezentralen zu einer zentralen Stiftungsaufsicht sowie den engen Gestaltungsspielraum der kleinen Stiftungen, denen allerdings oft selbst der Wille zur Gestaltung fehlt.


Political State of the Region Report 2012. Dilemmas and Coherence in the Baltic Sea Region

Bernd Henningsen, Tobias Etzold (Hg.)

Kopenhagen: Baltic Development Forum, 2012.

Seiten: 74

 

Autoren: Hans Brask, Kimmo Elo, Tobias Etzold, Stefan Gänzle, Bernd Henningsen, Pertii Joenniemi, Tapani Kaakkuriniemi,  Peer Krumrey, Lidia Puka, Christian Rebhan,  Alexander  Sergunin

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Romantik. Journal for the Study of Romanticisms, Nr. 1

ISBN: 978 87 7124 086 3

 

This inaugural issue of Romantik: Journal for the Study of Romanticisms contains seven articles that explore the connection between Romanticism and the political sphere. This topic has long been in need of redefinition. By gathering work from across disciplines with an interdisciplinary or cross-cultural scope, the topic is opened up to new perspectives of investigation. The articles in this first issue present new and exciting analyses of such diverse discourses as mythology, the fairy tale, historiography, elite culture, landscape painting, sculpture and dreaming.

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Altnordisch. Eine Einführung

Katharina Baier, Werner Schäfke

Tübingen: Narr, 2012.

EUR: 24,99

ISBN: 978-3-8233-6768-0

 

Die Einführung dient als Unterrichtsgrundlage für Einführungskurse in das Altnordische und kann darüber hinaus als Nachschlagewerk für das weitere Studium genutzt werden. Sie richtet sich an Studierende der Skandinavistik ohne fachbezogene Vorkenntnisse. Das Einführungsbuch ist wie eine Grammatik strukturiert, das heißt logisch nach den behandelten Bereichen geordnet: Lautlehre, Lautgeschichte, Nominalflexion, Verbalflexion, Syntax, Übersetzungsmethodik. Es kann somit flexibel an unterschiedlichen zeitlichen Umfang und curriculare Aufteilung der Altnordischkurse an den verschiedenen skandinavistischen Instituten des deutschsprachigen Raums angepasst werden.


Am Rand. Zur Poetik des skandinavischen Aphorimus

Katarina Yngborn, Annette Elisabeth Doll, Annegret Heitmann

Freiburg: Rombach Buchverlag, 2012 (Rombach nordica, Bd. 18).

EUR: 46,00

ISBN: 978-3-7930-9686-3

 

Der Band stellt eine erste zusammenhängende Studie der Gattung Aphorismus in der skandinavischen Literatur dar, die ihre Schwerpunkte auf die Geschichte, die Poetik und die Medialität des Genres setzt. Dabei wird der Aphorismus als Gattungsdurchbrecher und Grenzgänger verstanden, der nicht nur Literatur und Philosophie, Prosa und Lyrik, ›hohe Literatur‹ und Populärkultur miteinander verbindet, sondern sich in der skandinavischen Moderne nicht selten bimedialer Formen bedient.


Die Saga von Þorsteinn bæjarmagn

Andrea Tietz

München: Herbert Utz Verlag, 2012 (Münchner Nordistische Studien, Bd. 12).

EUR: 47,00

ISBN: 978-3-8316-4183-3

 

Die Geschichte des Bauernsohnes Þorsteinn, der aufgrund seiner außerordentlichen Größe den Beinamen bæjarmagn – ›Kraft des Hofes‹ – trägt, beginnt im Norwegen des ausgehenden 10. Jahrhunderts. Als Gefolgsmann des Königs Óláfr Tryggvason begibt sich Þorsteinn auf diverse Fahrten, auf denen er phantastische Abenteuer erlebt: Er bereist die Unterwelt, sichert sich die Dankbarkeit eines Zwergenvaters und findet in einer von Riesen bewohnten Anderswelt nicht nur neue Freunde, sondern lernt dort auch seine zukünftige Frau kennen. Seinen Erfolg hat er dabei neben seiner Stärke und seinem Mut verschiedenen magischen Gegenständen zu verdanken.

Bisherige Untersuchungen der Saga af Þorsteini bæjarmagni betrachteten den Text hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt der Intertextualität, da er aus einem großen Inventar an Motiven und Personen schöpft, die aus anderen Quellen – der altnordischen Mythologie im Allgemeinen, weiteren Vorzeitsagas sowie den Gesta Danorum des Saxo Grammaticus – bekannt sind. Die vorliegende Arbeit hat es sich hingegen zum Ziel gesetzt, die Saga als eigenständiges literarisches Werk zu betrachten und zugleich die offensichtlichen Anknüpfungspunkte und Anleihen zu berücksichtigen. Darüber hinaus bietet sie eine mit ausführlichen Anmerkungen versehene Übersetzung, die den Text einem deutschsprachigen Publikum zugänglich machen soll. Das Hauptaugenmerk des umfangreichen Kommentarteils liegt auf den in die Saga eingewobenen Motiven, die von gängigen Topoi – wie etwa dem des dankbaren Zwerges – über Referenzen auf den Gott Þórr bis hin zur Anspielung auf einen stark verdunkelten Mythos, der bis ins Gemeingermanische verweist, reichen.


Altwestnordische Farbsemantik

Georg C. Brückmann

München: Herbert Utz Verlag, 2012 (Münchner Nordistische Studien, Bd. 11).

EUR: 28,00

ISBN:978-3-8316-4168-0

 

Während Farbtonträger Auskunft über die Denotation der einzelnen Farbadjektive geben, können anhand des literarischen Kontextes mit linguistisch-philologischen Mitteln verschiedene konnotative, das heißt affektiv-assoziative Bedeutungsanteile herausgestellt werden. Darüber hinaus bietet auch die Etymologie in einigen Fällen weiteren Anhalt zur Deutung unklarer Verwendungen. Die umfangreiche Überlieferungslage der altwestnordischen Prosa stellt eine gute Grundlage zur semantischen Analyse der Grundfarbwörter blár, brúnn, grár, grÇ¿nn, gulr, hvítr, rauðr und svartr dar, von denen die drei letztgenannten den Großteil der Belege ausmachen.


Merlínússpá. Merlins Prophezeiung

Simone Horst (Hg.)

München: Herbert Utz Verlag, 2012 (Münchner Nordistische Studien, Bd. 10).

Seiten: 244

EUR: 49,00

ISBN: 978-3-8316-4166-6

 

Die Merlínússpá ist ein in vieler Hinsicht einzigartiger Text: In nur einem einzigen mittelalterlichen Manuskript (der zwischen 1302 und 1310 entstandenen Hauksbók) überliefert, berichtet das altnordische Gedicht von den Prophezeiungen Merlins. Dabei wird ein lateinischer Prosatext, die sogenannten Prophetiae Merlini, nicht nur in eine andere Sprache übersetzt, sondern auch formal an die Gepflogenheiten angepaßt, die im Altnordischen für Prophezeiungen gelten. Singulär ist auch die Aufteilung eines zusammenhängenden Stoffes in zwei selbständige Gedichte. Trotz dieser Sonderstellung hat der Text bisher wenig Beachtung in der Forschung gefunden, und die maßgebliche Ausgabe ist beinahe ein Jahrhundert alt. Die vorliegende kommentierte Edition der Merlínússpá möchte eine breit gefächerte Grundlage für die Auseinandersetzung mit dem Gedicht bieten: Sie stellt den handschriftlich überlieferten Text einer normalisierten Fassung gegenüber; ein Kommentar erläutert einzelne Probleme. Darüber hinaus macht die Übersetzung die Prophezeiung auch einem breiteren Publikum zugänglich.


Hoch, Ebenhoch, der Dritte. Elite als Thema skandinavistischer Literatur- und Kulturwissenschaft

Wilhelm Heizmann, Joachim Schiedermair (Hg.)

München: Herbert Utz Verlag, 2012 (Münchner Nordistische Studien, Bd. 8).

Seiten: 398

EUR: 58,00

ISBN: 978-3-8316-4154-3

 

Bei dem Ausdruck »Elite« handelt es sich um die Selbstbeschreibung einer begünstigten sozialen Gruppe, die ihren (politischen, ökonomischen, kulturellen) Erfolg vereinfachend als direktes Ergebnis von besonderer Leistung interpretiert. Doch es ist ein Gemeinplatz moderner Ungleichheitstheorie, dass in erster Linie die Herkunft über das soziale Los entscheidet: Nicht wer Außergewöhnliches leistet, bekommt Zutritt zur Elite, sondern wer früh gelernt hat, ihren sozialen Habitus, die Zeichen der Zugehörigkeit, nachzuahmen. Versteht man soziales Agieren in diesem Sinn als semiotischen Prozess, dann berührt es Bereiche, die ureigenes Gebiet der Literatur- und Kulturwissenschaft sind. Die vorliegende Aufsatzsammlung ist Ergebnis einer Tagung im Herbst 2008. Die Dokumentation dieser Tagung hat das Ziel, die meist getrennt nebeneinander forschenden Fachteile der Alt- und Neuskandinavistik in einem gemeinsamen kulturwissenschaftlichen Interesse zusammenzubringen.


Zeit des Verfalls - Verfall der Zeit. Zeit und Zeitwahrnehmung im skandinavischen Großstadtroman Ende des 19. Jahrhunderts

Katja Bethke-Prange

Frankfurt a.M/Berlin/Bern: Peter Lang, Beiträge zur Skandinavistik, Bd. 20.

EUR: 42,00

Seiten: 205

ISBN: 978-3-631-63242-0

 

Die Dissertation untersucht Zeit als strukturierendes Element in allen Lebensbereichen des modernen Lebens. Ihre spezifische Funktionsweisen werden mit Hilfe unterschiedlicher Kategorien an ausgewählten Beispielen der skandinavischen Moderne dargestellt. Dabei wird vor allem auf die formale und inhaltliche Umsetzung der Zeitaspekte im Großstadtroman eingegangen. Hierdurch kann eine beginnende Veränderung des Zeitdiskurses in den wachsenden Großstädten sowie in den bürgerlichen Schichten Skandinaviens Ende des 19. Jahrhunderts aufgezeigt werden.


Die Gegenwart der Bühne: Aktuelles skandinavisches Drama und Theater

Karin Hoff (Hg.)

Würzburg: Königshausen & Neumann, 2012.

EUR: 36,00

Seiten: 248

ISBN: 978-3-8260-4748-0

 

Skandinavisches Theater ist aktuell: Nicht nur Stücke der Klassiker Henrik Ibsen und August Strindberg erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, sondern auch zeitgenössische Dramen, wie etwa die der Schweden Lars Norén und Jonas Hassen Khemiri oder des Norwegers Jon Fosse, werden weltweit erfolgreich aufgeführt. Mit ihren postdramatischen Theatertexten fordern sie Regisseure, Dramaturgen und das Publikum gleichermaßen heraus - und stehen damit in der wirkungsvollen Tradition des experimentellen Theaters der Moderne. Skandinavischs Theater für Kinder und Jugentliche setzt gleichermaßen seit Jahrzehnten internationale Maßstäbe. Es zeichnet sich aus durch die Freude am Experiment und eine intensive Beschäftigung mit dem kindlichen Zielpublikum, wie die Beiträge im zweiten Teil des vorliegenden Buchs anschaulich vorführen. Literatur- und Theaterwissenschaftler aus Skandinavien und Deutschland, sowie Dramatiker und eine Theaterkritikerin präsentieren hier aus ihren unterschiedlichen Perspektiven wichtige Strömungen und Tendenzen des akutellen skandinavischen Theaters für Erwachsene, (Kleinst-)Kinder und Jugentliche.

Kurzinhalt:

K. Hoff: Die Gegenwart der Bühne - Einleitung

F. Junker: Brief an Vagant. Überlegungen zum Verhältnis von Politik und Ästhetik

K. O. Arntzen: Arktisches Drama und Landschaftsdialoge in szenischer Rezeption: Hamsun, Iunker und Fosse - eine andere norwegische Dramatik?

L. Krutzinna: Konzepte einer alternativen Dramatik Arne Lygres Experimente

K. Hoff: Wiederholung als Variation - Jon Fosses Dødsvariasjonar

S. Wennerscheid: Postdramatisches Theater zwischen ästhetischer Erfahrung und gesellschaftlichem Engagement. Zur Bedeutung Lars Noréns in Schweden und Deutschland

K. Müller-Wille: Blindheit sehen. Jonas Hassen Khemiris Invasion und Carl Jonas Almqvists Signora Luna

M. Klein: "Schauspieler sind auch nur Menschen". Staffan Göthes Dramatik zwischen Realismus und Hyperrealismus

M. Sörensen: Vom Märchenspiel zum Prozessschreiben - die Geschichte des schwedischen Kinder- und Jugendtheaters

A.-S. Bárány: Babydrama - Theater und Psychoanalyse im Dienste der Lebenslust

K. Richter: Theater als Schauplatz für Säuglinge?! Suzanne Osten entwickelt ein neues Theaterkonzept in Schweden


Literarische Praktiken in Skandinavien um 1900. Fallstudien (=Literarische Praktiken in Skandinavien, Band 1)

Joachim Grage/Stephan Michael Schröder (Hg.)

Würzburg: Ergon-Verlag, 2012.

EUR: 42,00

Seiten: 278

ISBN: 978-3-89913-933-4

 

Im Zuge der interdisziplinären Diskussion über das Performative wurde in den letzten Jahren verstärkt der Handlungsaspekt von Literatur in den Blick genommen. Die Aufsätze des vorliegenden Bandes knüpfen daran an und untersuchen die Vielfalt literarischer Praktiken jenseits der stillen Textlektüre und der Aufführung auf der Bühne. An Beispielen aus den skandinavischen Literaturen wird gezeigt, wie sich in den Jahrzehnten um 1900, einer markanten Phase der Literaturgeschichte, durch soziale, ökonomische und mediale Umbrüche Handlungsweisen verändern und neue Praktiken etablieren. Nach einer theoretischen Einführung, die den Begriff der literarischen Praktik in Bezug zu aktuellen Positionen der Performativitäts- und Handlungstheorie sowie der Praxeologie setzt, nehmen die Aufsätze jeweils unterschiedliche Akteure, Milieus und Medien in den Blick. Gender-, klassen- und altersspezifische Praktiken werden ebenso untersucht wie das Dichterbegräbnis als multimediale Masseninszenierung, traditionelle literarische Rezeptions- und Vermittlungsformen wie das Lesen und Vortragen ebenso wie Praktiken, die an der Schnittstelle von Literatur und den ›neuen‹ Medien wie Phono- und Kinematographie entstehen.

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Geschichte, Politik und Kultur im Ostseeraum

Jan Hecker-Stampehl und Bernd Henningsen (Hg.)

Berlin: Berliner Wissenschaftsverlag, 2012.

EUR: 34,00

ISBN: 978-3-8305-1768-9

 

Die Ostseeregion war und ist eine der dynamischsten Regionen der Welt – politisch, ökonomisch und kulturell. Großmächte sind dort entstanden sowie untergegangen und haben Spuren hinterlassen, die teils noch heute zu besichtigen sind. Die Region unterlag vielfältigen Einflüssen und Machtinteressen, seien es der dänisch-schwedische Machtkampf der Frühen Neuzeit, preußisch-deutsche und russische Interessen oder als Frontlinie des Kalten Krieges. Der vorliegende Band erörtert verschiedene Aspekte der Natur- und Kulturgeschichte, der Religions- ebenso wie der Politikgeschichte des Ostseeraums. Konflikte und Transformationen werden aufgegriffen, Aspekte von Raumkonstruktionen und Raumwahrnehmungen analysiert, Beziehungsgeflechte und Muster kultureller Prägungen nachgezeichnet. Vermeintliche Selbstverständlichkeiten (Russland – eine Ostseemacht?) werden in Frage gestellt, Begrifflichkeiten (baltisch – Ostsee – Baltic?) geklärt und wissenschaftliche wie kulturelle Beziehungsmuster vorgestellt.

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PopAvant - Verhandlungen zwischen Populärkultur und Avantgarde in Dänemark

Annegret Heitmann und Stephan Michael Schröder (Hg.)

München: Herbert Utz, 2012.

EUR: 48,00

Seiten: 310

ISBN: 978-3-8316-4119-2

 

An Fallbeispielen aus der dänischen Literatur und Kultur des 20. Jahrhunderts untersucht dieser Band das oft als Gegensatz konzipierte Verhältnis von Avantgarde und Populärkultur. Im Gegensatz zu dieser Annahme lautet die zentrale These hier, dass weite Teile der Avantgarde sich wesentlich unter Bezugnahme auf Populärkultur konstituieren, dass Avantgarde als kulturelles Phänomen folgerichtig binnensystemisch nicht adäquat zu verstehen ist und dass der Grenzverkehr zwischen Avantgarde und Populärkultur prinzipiell als ein bidirektionaler aufgefasst werden muss.

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Forum for World Literature Studies, Vol. 4, No. 1, 2012

ISSN: 1949-8519

Published by: Shanghai Normal University,Purdue University and the Wuhan Institute for Humanities Issue Stable

Die aktuelle Ausgabe des Forum for World Literature Studies beinhaltet unter anderem Aufsätze von Anne-Marie Mai, Johs. Nørregaard Frandsen, Anders Thyrring Andersen, Tore Rem, Antje Wischmann und Peter Simonsen zum Thema "Danish and Norwegian Welfare Literature Studies".

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Die Isländersagas. Im Dialog mit der Wikingerzeit

Vésteinn Ólason

Kiel: Verlag Ludwig, 2012.

Seiten: 304

ISBN 978-3-86935-045-5

EUR: 29,80

Beschreibung:
Die Isländersagas bieten spannenden Lesestoff und sind ein faszinierendes Forschungsfeld. Vésteinn Ólason diskutiert in diesem Buch, inwiefern die Isländersagas Dialoge ihrer mittelalterlichen Autoren mit dem Wikingerzeitalter sind, und lässt den modernen Leser über die Kluft der Epochen hinweg in diesen Dialog eintreten. Grundlegend ist dabei seine Annahme, dass die Sagas den Verlust eines Weltbildes thematisieren. Das Buch bietet eine fundierte Einführung in die Isländersagas und erläutert außerdem die Sagas als Genre der Erzählkunst, die Entwicklung dieser literarischen Gattung und ihre Stellung in der Gegenwart. Das Standardwerk jetzt auch in deutscher Sprache!
Ehrengast Island Frankfurter Buchmesse 2011.

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Kommentar zu den Liedern der Edda.
Bd. 7: Heldenlieder (Atlakviða in grœnlenzka, Atlamál in grœnlenzko, Frá Guðrúno, Guðrúnarhvöt, Hamðismál)

Klaus von See, Beatrice La Farge, Simone Horst und Katja Schulz

Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2012.

Seitenzahl: 1002

ISBN: 978-3-8253-5997-3

EUR: 124,-

Beschreibung:
Der neue Band setzt den mehrbändigen Kommentar zu den Liedern der Edda fort (1997 und 2000: Götterlieder; 2004, 2006 und 2009: Heldenlieder).
Der vorliegende Band 7 enthält Exkurse zur Beschaffenheit des Herzens eines feigen oder eines tapferen Menschen (Atlakviða 23), zum Gott Ullr und zum Ablegen von Eiden auf Ringe (Atlakviða 30), zur Bezeichnung der Lieder Atlakviða und Atlamál als "grönländisch" (Kommentar zu Atlamál §3), zu menschengestaltigen Wesen in Adler-gestalt (Atlamál 19), zu den Disen (Atlamál 28 und Hamðismál 28), zum Zertreten oder Auseinanderreißen durch Pferde (Guðrúnarhvöt 2), zu den Alben (Hamðismál 1), zum Abschlagen von Fuß oder Hand (Hamðismál 24) und zum Gefeit-Sein gegen Eisen-waffen (Hamðismál 25).
Alle Exkurse der bislang erschienenen Bände werden durch das Motivregister erschlossen, das - wie auch Register zu grammatikalischen und lautgeschichtlichen Erscheinungen, die in den bisher erschienenen Bänden behandelt werden - in einer vorläufigen und laufend aktualisierten Form auf der Homepage des Edda-Projekts zur Verfügung steht:
http://www.skandinavistik.uni-frankfurt.de/edda/download/

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