| |
Wiener
Studien zur Skandinavistik (WSS)
Herausgegeben von Robert Nedoma und Sven Hakon Rossel
Band 12:
Roger
Reidigner:
Die Entwicklung der schwedischen Literatursprache im 19. Jahrhundert:
Syntaktische und morphologische Untersuchungen zur neueren Sprachgeschichte
des Schwedischen nebst einem kurzen Vergleich mit dem Dänischen
2005,
ISBN 3-7069-312-1, brosch., 346 S.
ca.
€ 32,00
Die
skandinavischen Sprachen haben eine lange und bewegte Geschichte hinter
sich, die von der Aufspaltung der ursprünglichen sprachlichen Einheit
über die strukturellen Vereinfachungen im
Verlauf des Mittelalters bis hin zur Entstehung der modernen Schriftsprachen
führte.
Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit einem eher jungen
Kapitel der schwedischen Sprachgeschichte, nämlich mit den syntaktischen
und morphologischen Veränderungen, die die schwedische Literatursprache
im Laufe des 19. Jahrhunderts erfuhr. Die entsprechenden Entwicklungen
werden in Überblickswerken üblicherweise nur als marginal
dargestellt. Trotzdem
gibt es zumindest einen Grund, aus dem es sich lohnen sollte, sich das
19. Jahrhundert genauer anzusehen, nämlich die gesellschaftlichen
Umwälzungen (Verbürgerlichung, Proletarisierung), die diese
Zeit kennzeichneten. Und tatsächlich erweist sich gerade das 19.
Jahrhundert als eine Schnittstelle der schwedischen Sprachgeschichte,
an der eine konservative, Gustavianisch
geprägte Literatursprache durch eine lebendigere, dem mündlichen
Sprachgebrauch etwas
näher stehende Sprache ersetzt wurde. Diese Entwicklung verlief
zwar nicht konsequent und
stetig in eine Richtung, aber sie setzte sich durch und bereitete die
moderne schwedische Literatursprache des 20. Jahrhunderts vor.
| |
Letzte
Änderung: 22.01.2007 |
|
|
|